Begegnungen mit Stephan Dietrich

begegnungen saafnlobLebensbilder des „Saafnlob”

Herausgeber: Siegfried Meyer

Die Resonanz auf meine Veröffentlichungen und Vorträge über Stephan Dietrich hat 2014 eine Aktualisierung bzw. Fortschreibung ausgelöst. Es liegt nahe, dass dies noch nicht die letzte sein wird …


„Wieder e Gung” sagte Vater Richard, als am 17. Februar 1898 Stephans zarte Stimme wahrgenommen wurde. Hatte doch Mutter Sophie den ersten Schrei eigentlich einem Mädchen zuordnen wollen. Aber böse über ihren vierten Sohn war sie nicht. Eine Mutter ist immer glücklich, wenn „när is Kinnel gesund is”. Aber sie hätte sich schon über ein Mädchen gefreut, weil die doch später einer Mutter eher zur Hand geht und mit helfen kann. Wer kann das aber ändern? Ein Jahr darauf das Fünfte war auch wieder ein Junge. Großmutter Friedericke meinte: „Nammt se, wie se eich dr liebe Gott schickt. Se warn nooch un nooch aa mit gruß”. Nun, fünf Jungen waren auch genug. Die machten der Mutter einen Haufen Arbeit. Da waren zerrissene Hosen zu nähen, Strümpfe zu stopfen, zu Stricken, zu Waschen, zu Kochen, die Hühner zu füttern, der Garten anzurichten.
Die Dietrich-Buben wuchsen als echte erzgebirgische Kinder auf, deren Eltern nicht mit Glücksgütern gesegnet waren. Täglich mussten sie zwei Stunden mithelfen, die von der Mutter angenommene Heimarbeit zu bewältigen. Auch durch Pilze- und Beerensuchen trugen die Kinder nicht nur zum Lebensunterhalt bei, sondern lernten auch den Gebirgswald kennen und lieben. Beim Spiel „Grenzer und Pascher”, beim Schnitzen von Kasperpuppen und beim Musizieren verbrachten die Brüder frohe Stunden.
Alle 4 Kinder der Familie waren ausgesprochen musikalisch: Richard spielte Geige, Johannes Mundharmonika, Stephan Klavier und Fritz Ziehharmonika. Gelegenheiten zur Hausmusik suchte und fand man oft …

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